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Rhein-Neckar-Zeitung, 15. April 2011
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Jetzt ist der Ball doch noch im Loch
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Nach einigem Hin und Her geht die Integrationsfirma ISO das Vorhaben Abenteuergolf und Ganzjahresgastronomie an
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von Ursula Brinkmann
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Fast ein Jahr ist es her, dass sich der Mosbacher Gemeinderat zum ersten Mal mit dem Vorhaben einer Abenteuergolfanlage im Großen Elzpark befasste. Doch große Projekte brauchen ihre Zeit, weiß Barbara Klein heute. Die Geschäftsführerin der ISO GmbH hat in dieser Zeit mit Architekten und Gastronomieplanern, mit der Stadt Mosbach, Gemeinderäten und Sponsoren viele, viele Gespräche geführt. Die diakonische Integrationsfirma nämlich will die „Inputt“-Golfanlage samt Gastronomie bauen und betreiben. Nun stellte die ISO-Chefin dem in ihren Räumen tagenden Sozialausschuss des Landkreises offiziell das Projekt in neuer Gestalt vor: ein von allen Seiten akzeptiertes, innovatives Projekt.
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Letztlich sei der Stopp bei den Planungen gut gewesen, sagte Klein rückblickend, geht es der ISO doch darum, für die psychisch kranken oder schwer vermittelbaren langzeitarbeitslosen Menschen des Unternehmens Arbeitsplätze zu schaffen und damit Frauen und Männer zu beschäftigen, noch dazu in der Öffentlichkeit, die eher versteckt leben und arbeiten. „Wir wollen rund 20 neue Arbeitsplätze in der Golfanlage und in der Gastronomie schaffen - auf Dauer.“
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Das neue Golfrevier - kleiner als klassisches Golfspiel, aber trotzdem mit 18 Bahnen, „abenteuerlicher“ als Minigolf - sei ein Freizeitvergnügen für Jedermann, ideal für Familien, Treffpunkt für Jung und Alt sowie touristische Attraktion. „Wir glauben, dass wir damit Menschen weit über Mosbachs Grenzen hinaus anziehen können“, machte Klein Lust auf das Projekt, bei dem Mitmacher und Spender willkommen sind. Eine ähnliche Anlage in Pfullendorf habe 40 000 Gäste pro Jahr. Zusammen mit Oberbürgermeister Michael Jann hat man sie besichtigt. Die in Mosbach avisierten 25 000 Besucher glaubt Landrat Dr. Achim Brötel übertreffen zu können, „denn das wird richtig gut ankommen.“ Zumal im Winter statt der Golf- Eisstockbahnen (ohne Eis) das Gelände auf andere Weise anziehend machen sollen und Abwechslung bieten. Schließlich soll der gastronomische Betrieb ganzjährig sein. „Muss es sein“, argumentiert Barbara Klein, „ich kann die Leute ja im Winter nicht heimschicken.“
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Kaum weniger abenteuerlich als das Golfgelände kündigte sie die Gastronomieidee an: „Das wird was ganz Ungewöhnliches. Ein ökologisches und sehr sorgfältig geplantes Holzgebäude, von einem Integrations-Unternehmen gebaut, wie wir eines sind.“ Der Standort der Gaststätte (geplant sind 250 Plätze im Außenbereich, innen sollen es ca. 50 werden) wurde aus dem (von Hochwasser gefährdeten) Bereich des Mühlkanals an den höher gelegenen Weg zur Kleintierzüchteranlage verlegt. Klein geht von einem hohen sechsstelligen Investitionsbedarf für das ungewöhnliche Projekt aus. Doch schon jetzt kann sie mit einer Förderung durch die Dietmar-Hopp-Stiftung, die „Aktion Mensch“ und den Kommunalverband für Jugend und Soziales rechnen. Der Hotel- und Gaststättenverband sei vom gastronomischen Konzept überzeugt, ergänzte Friederike Kroitzsch, die als Vertreterin des evangelischen Kirchenbezirks für die Gesellschafterversammlung der ISO sprach. Die Planungen laufen auf Hochtouren. „Beginnen können wir wahrscheinlich 2012“, meinte Klein, „so dass die Gesamtanlage 2013 fertig sein dürfte.“
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